Gartenschere schneidet Äste ab

Gartenarbeit & Tipps im Februar - Alles wichtige auf einen Blick!

22. November, 2022

Welche Gartenarbeit fällt im Februar an? Das erfährst du mit unseren Gartentipps im folgenden Ratgeber. Die Arbeit im Garten macht wieder Spaß, denn der Frühling zieht langsam ein und der Winter verabschiedet sich. Du kannst schon oft mit Freude an der frischen Luft und in der Sonne werkeln.

Gartenarbeit im Februar im Überblick

  • Winterfestes Gemüse ernten

  • Gemüsebeete vorbereiten

  • Kompost auf die Gemüsebeete aufbringen

  • Eventuell Bodenanalyse durchführen und Beete düngen

  • Kohl und Sellerie vorziehen

  • Frostempfindliche Gemüsesorten und Kräuter im Frühbeet aussäen

  • Schnitt und Pflege von Obstbäumen

  • Spritzung der Obstbäume gegen Schädlinge

  • Vermehrung von Sträuchern

  • Aussaat von Sommerblumen im Gewächshaus oder am Fenster

  • Pflanzung von Blumenzwiebeln und wurzelnackten Rosen im Freiland

  • Spätblühende Stauden teilen

  • Hecken, Sträucher und Gehölze schneiden

  • Rückschnitt von Rosen und Geranien

  • Gartengeräte kontrollieren und gegebenenfalls reparieren

  • Staudenbeete düngen

  • Rasen mähen

Ernte von winterfestem Gemüse

Winterfestes Gemüse wie Wurzelpetersilie, Schwarzwurzeln, Möhren und Pastinaken müssen jetzt geerntet werden. Wenn du das Gemüse später erntest, macht sich das am Geschmack bemerkbar: Tauwetter führt zu zähem Gemüse. Also solltest du dringend das Gemüse ernten und zwar bei frostfreiem Wetter. Deine Ernte lässt sich in feuchtem Sand und in einem kühlen, dunklen Raum ein paar Wochen lagern.

Beete im Gemüsegarten vorbereiten

Für die Aussaat ins Freiland ist es noch zu kalt. Du kannst jedoch die Gartensaison mit der Vorbereitung deines Gemüsebeetes starten. Lockere gegen Ende des Monats den Boden auf, damit er durchlässig wird und Wasser aufnehmen kann. Zu dieser Zeit ist nicht mehr mit Frost zu rechnen. Beseitige den restlichen Gründünger und kompostiere diesen.


Nimm deine Gartenplanung und den Gartenkalender zur Hand. Anhand deiner Planung von Januar teilst du jetzt das Beet ein. Achte darauf, dass du Wege zwischen den einzelnen Flächen lässt und trete die Erde in diesen Bereichen fest. Harke mit einem Sauzahn die Beete einmal in Querrichtung und einmal in Längsrichtung durch.


Lockere den Boden mittels Kultivator und verteile im Anschluss den Kompost.

Die Menge des Komposts richtet sich danach, wie stark die Gemüsesorten zehren:

  • Kartoffeln und Kohl sind Starkzehrer. Für dieses Beet benötigst du 4 bis 6 Liter Kompost pro Quadratmeter.
  • Für Karotten, Zwiebeln und andere Mittelzehrer sind 2 bis 3 Liter Kompost je Quadratmeter notwendig.
  • Kräuter, Erbsen und Bohnen sind Schwachzehrer. Auf dieses Beet verteilst du pro Quadratmeter einen bis 2 Liter Kompost.

Tipp: Lockere jeden zweiten Tag die Oberfläche der Beete mit einem Rechen. Nach rund vierzehn Tagen kannst du mit der Aussaat anfangen.  

Vor der Aussaat Bodenanalyse durchführen

Für gute Erträge ist es wichtig zu wissen, welche Nährstoffe der Boden enthält. Dazu entnimmst du Proben der Erde von verschiedenen Stellen deines Gemüsegartens. Packe die Proben in kleine Plastiktüten und schicke sie an ein Labor, das Bodenanalysen durchführt. Es ist zu empfehlen, alle 3 bis 4 Jahre eine Bodenanalyse durchführen zu lassen. Somit beugst du einer Überdüngung vor und kannst an Stellen mit zu einem geringen Nährstoffgehalt das Beet entsprechend vorbereiten.

Gemüse auf der Fensterbank oder im Gewächshaus vorziehen

Kohl, Staudensellerie und Knollensellerie brauchen für ihr Wachstum Zeit. Diese Sorten lassen sich an einem warmen Platz am Fenster oder im Gewächshaus vorziehen. Nutze dafür Anzuchttöpfe und lege in die Behälter die Samen. Da Kohl zu den Starkzehrern gehört, ist es ratsam, Gemüseerde zu verwenden. Sie enthält mehr Nährstoffe als Anzuchterde. Für die Entwicklung und zum Keimen sind Temperaturen um 18 Grad Celsius notwendig. Vergesse das Gießen nicht und halte die Erde feucht.


Mit unserem Hygrometer kannst du den Feuchtigkeitsgehalt deiner Erde schnell ermitteln!

Aussaat von frostempfindlichen Pflanzen im Frühbeet

Manche Pflanzen sind empfindlich gegenüber Frost. Dazu zählen Kräuter, Radieschen, Spinat und Salat. Diese Pflanzen kannst du im Frühbeet vorkultivieren.


Bringe zunächst Pferdemist in das Beet ein. Damit der Mist genügend Wärme liefert, muss die Schicht etwa 20 Zentimeter dick sein.


Obenauf kommt eine Erdschicht der gleichen Höhe. Reichere die Gartenerde mit Kompost an. Jetzt kannst du das Gemüse aussäen. Halte die Erde feucht, wobei du Staunässe vermeiden musst. Lüfte das Frühbeet regelmäßig, damit es nicht zu warm wird.

Obstbäume pflegen und schneiden

Falls du den Obstbaumschnitt nicht im Januar durchgeführt hast, kannst du den Baumschnitt jetzt nachholen. Schneide die Bäume an frostfreien Tagen zurück. Beim Rückschnitt kannst du gleichzeitig überprüfen, ob die Bäume von Flechten befallen sind.


Flechten siedeln sich in erster Linie an schlecht wachsenden Bäumen an. In dem Fall lohnt es sich zu düngen. Dazu verwendest du pro Quadratmeter etwa 50 Gramm Hornspäne. Entdeckst du an einem jungen Baum einen Flechtenbefall, solltest du ihn an einen neuen Standort umpflanzen.

Hinweis: Kontrolliere ebenfalls, ob sich an Obst wie Zwetschgen Wurzelausläufer entwickelt haben. Durch diese Triebe bekommt der Baum weniger Nahrung. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, die Ausläufer auszureißen. Es ist nicht ausreichend, die Triebe mit der Gartenschere zu schneiden. Sie würden sich dennoch weiterhin vermehren.

Bäume vor Schädlingen schützen

Im Februar sollte außerdem eine sogenannte Austriebsspritzung vorgenommen werden. Damit schützt du die Bäume vor Schädlingen wie Schildläusen und Spinnmilben. Damit du das Leben von Nützlingen erhältst, solltest du biologische Spritzmittel verwenden. Gut sind beispielsweise Produkte, die auf Pflanzenölen basieren. Nach der ersten Spritzung ist eine erneute Spritzung nach rund 14 Tagen notwendig. Somit tötest du auch die Larven ab.

Vermehrung von Sträuchern

Es lässt sich bares Geld sparen, wenn du Sträucher wie Stachelbeeren, Johannisbeeren und Haselnuss vermehrst. Bei Haselnusssträuchern musst du lediglich die Triebe umbiegen und in die Erde legen, die bodennah wachsen. Anschließend trittst du die Erde fest und es entwickeln sich neue Wurzeln. Im Herbst kannst du die neuen Triebe von der Mutterpflanze trennen. Schneide etwa 30 Zentimeter lange Zweige von Stachelbeer- oder Johannisbeersträuchern ab und stecke die Äste in sandigen Boden.

Gartenarbeit im Ziergarten

Am Ende des Monats kannst du mit der Aussaat von Sommerblumen beginnen. Dazu befüllst du Anzuchttöpfe mit Anzuchterde. Stelle die Gefäße ins Gewächshaus oder an einen warmen Platz auf die Fensterbank. Die Setzlinge sind nach den Eisheiligen soweit, um ins Freiland umziehen zu können.


Für die Aussaat im Gewächshaus oder am Fenster im Februar eignen sich Veilchen, Begonien, Bartnelken, Lobelien, Nelken, Vanilleblumen und Löwenmäulchen. Ins Freiland kannst du bereits in diesem Monat wurzelnackte Rosen, Narzissen und Tulpen pflanzen.


Teile Sonnenhut, Astern und andere spätblühenden Stauden an einem frostfreien Tag. Damit sorgst du dafür, dass sich viele Blüten entwickeln können. Die abgeschnittenen Pflanzenteile kannst du an einen anderen Standort einpflanzen.

Gehölze schneiden und pflegen

Hecken, Sträucher und anderes Gehölz benötigen ebenfalls einen Schnitt. Führe den Rückschnitt bis spätestens Ende des Monats durch, weil dann Vögel mit dem Nestbau anfangen. Entferne zudem abgestorbene Triebe und verwelkte Blüten von Hortensien. Fördere den Neuaustrieb von Ziergräsern, indem du sie einkürzt.

Rückschnitt bei Rosen und Geranien

Wenn du Geranien überwintert hast, musst du sie im Februar schneiden. Zudem solltest du die Blumen nach dem Schnitt umtopfen. Kürze die Ranken mit einer Gartenschere ein und setze die Pflanzen in einen größeren Topf, in den du zuvor frische Erde gefüllt hast. Schneide deine Rosen bei frostfreiem und sonnigem Wetter.

Wissenswert: Blühende Pflanzen im Februar

Wenn du deinen Balkon oder deine Terrasse bereits im Februar genießen möchtest, lohnt es sich zu wissen, welche Blumen und Stauden zu dieser Jahreszeit blühen. Dementsprechend kannst du vorher deine Kübelpflanzen und Balkonpflanzen sowie die Beetgestaltung planen und zum Beispiel Blumenzwiebeln rechtzeitig in die Erde stecken.


Im Februar blühen folgende Pflanzen:

  • Narzissen
  • Märzenbecher
  • Krokusse
  • Schneeheide
  • Schneeglöckchen
  • Buschwindröschen
  • Primeln
  • Christrosen

Auch an Zaubernuss, Haselnuss und Winterjasmin zeigen sich die ersten Blüten.

Weitere Arbeiten im Februar

Selbstverständlich gehört das Jäten zu den Gartenarbeiten. Befreie deine Beete von Unkraut. Falls du nicht bereits im Januar deine Gartengeräte kontrolliert hast, kannst du das jetzt nachholen. Schaue nach, welche Werkzeuge und Geräte eine Reparatur benötigen. Versorge Staudenbeete mit einem organischen Dünger. Meistens muss zudem der Rasen gemäht werden.

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